Netzwerken – unkompliziert & kostengünstig

Was ist für jedermann – ob angestellt oder selbständig – so wichtig wie essen und schlafen? Richtig: Netzwerken. Alte Kontakte pflegen und neue finden. Der eine schwört auf mehr oder weniger geheime Business-Frühstücks, bei denen in eingeschworenen Kreisen und gegen üppiges Geld die ersten Kalorien des Tages verzehrt werden, und sich Unternehmer, die weder menschlich noch fachlich viele Gemeinsamkeiten haben, gegenseitig Kunden vermitteln, um gewisse Systeme am Laufen zu halten.

Wieder andere gehen in freudiger Erwartung auf abendliche Visitenkarten-Partys und erzählen sich im Speed-Dating-Verfahren mehr oder weniger selbstbewusst und ehrlich von ihrem Business.

Gibt`s denn noch andere Varianten, den eigenen Horizont zu erweitern und Kontakte zu knüpfen? Die gibt es. Und sogar ziemlich preisgünstig – nämlich kostenlos. Im Bienewitz in München-Schwabing geben sich regelmäßig um beim „Mittags-Talk“ Coaches und Experten ihres Fachs die Ehre. Zu Themen, die 2019 (fast) jeden betreffen, ob Angestellter oder Unternehmer, z.B. Clevere Verhandlungstaktiken, Schnelles Visualisieren, Wissenswertes über Weine. Treffen und Räumlichkeiten sind ansprechend und dennoch erfreulich unprätentiös gehalten. Hier geht`s zum Programm.

Freitagsplausch mit Gabriele Thies

„Geh` in deiner Arbeit auf, nicht unter.“ So lautet das Motto von Gabriele Thies, Office- und Zeitmanagement für kreative Unternehmer.

Gabriele Thies

Der Tag hat für jeden von uns 24 Stunden. Und jeder von uns hat gewisse Spielräume, diese so auszugestalten, wie wir es für sinnvoll oder wichtig halten. Wobei Selbständige hier natürlich mehr Gestaltungsfreiraum haben – aber auch größere Gefahren, sich zu „verzetteln“.

Für alle, die nicht hören können – oder lieber lesen, hier die wichtigsten Fakten:

1. Wie sieht die ideale Arbeitsumgebung aus?

Die gute Nachricht: Ordnung ist etwas sehr Individuelles. 🙂

Grundsätzlich schadet es aber nicht, eine freie, „stapellose“ Arbeitsfläche zu schaffen- und auf Dauer zu halten. So signalisieren wir dem Gehirn: „Es ist alles gut. Nichts wird vergessen. Wir können uns in Ruhe den für uns wichtigen Dingen widmen.“

Unbedingt notwendig: Ein cleveres Ablagesystem für noch Unerledigtes.

2. Was könnte, würde ich gerne oder muss ich delegieren?

Mögliche Strategien:

  • Alles, was ein anderer besser oder schneller kann, als ich.
  • Alles, was mir keinen Spaß macht oder mich sogar quält oder blockiert, bei Dingen, die ich gut kann oder mit denen ich mein Geld verdiene.
  • Immer wiederkehrende Aufgaben oder in sich abgeschlossene Projekte, die gut geeignet sind, um die Zusammenarbeit zu testen.

Wichtige Grundlage: Ein gutes Briefing.

3. Mögliche Lösungen bei „Aufschieberitis“:

Im ersten Schritt sollte man sich klar machen, warum eine Sache wichtig ist und erledigt werden muss. Danach hilft ein – gerne sehr kleines – aber festgelegtes und begrenztes Zeitfenster, in dem man sich eine Umgebung schafft, in der man sich 100 % wohl fühlt und Dinge „abarbeitet“.

4. Kann man auf Knopfdruck kreativ sein?

Man kann – wenn man es trainiert. „Routinen“ und eine angenehme Atmosphäre helfen dabei, Ideen sprudeln zu lassen. Ebenso kann ein „Production Day“ für Marketing, Ablage, Akquise oder Herzensprojekte Resultate bringen.

Fazit: Entscheidend ist, um welchen Menschen, Vorlieben, Arbeitsweise und Ausgangssituation es sich handelt. Vor diesem individuellen Hintergrund kann man eine Umgebung und Strukturen schaffen, die es dem-/derjenigen erlauben, sich so zu organisieren, dass im Alltag noch genügend Zeit bleibt für Dinge, die subjektiv von Bedeutung sind.

www.gabrielethies.de

Vortrag von Gabriele Thies: „Get your shit done!“ am 1. Juli im Bienewitz, München-Schwabing.

www.bienewitz.de

Mit dem realen Business ins digitale Universum?

Heute auch schon wieder gegähnt? Passiert mir immer öfter, wenn ich im Netz auf der Suche bin nach Informationen zu einem bestimmten Thema und einen tollen „Coach“ finde. Der seine Lebensgeschichte erzählt – wobei Details zu seiner beruflichen Qualifikation meist unerwähnt bleiben. Der von seinen Höhen und Tiefen erzählt. Von dramatischen Wendepunkten. Und mich dann einlädt, mir sein Erfolgsrezept zu holen, das mich garantiert schnell zu sechsstelligen Umsätzen bringen wird. Digital und praktisch im Schlaf. „Mit dem realen Business ins digitale Universum?“ weiterlesen

Die Sache mit dem weißen Kreuz.

Es gibt Dinge, die begleiten uns durchs ganze Leben. Dazu gehört wohl auch der Zauberwürfel (Rubik`s Cube). Wer meint, er hätte ihn längst abgehakt, stolpert nach Jahrzehnten wieder darüber, spätestens durch Kinder oder Enkel.

Viele klicken ein paar Mal planlos herum und verabschieden sich dann bald wieder.

Es geht aber auch anders – mit Strategie, ein paar Tagen Übung und der Erkenntnis:

1. Mit der richtigen Visualisierung und konsequenten Umsetzung funktioniert alles besser.

2. Algorithmen sind nicht langweilig, sondern machen Spaß.

Gebracht hat mich zu dieser Erkenntnis dieses Tutorial von DyingWizard, der den Weg vom weißen Kreuz bis ans Ziel wunderbar erklärt: „Die Sache mit dem weißen Kreuz.“ weiterlesen

Mehr als eine Suppe ….

Das Thema Flüchtlinge ist ja nur noch fast allgegenwärtig. Viele von uns engagieren sich persönlich. Andere plagt schlicht das schlechte Gewissen, und sie würden gern mal ohne viel Aufwand etwas Gutes tun.

Dieser Wunsch ist legitim und wird erfüllt: Beim Wortladen habe ich die Tage vorbeigeschaut und gleich Appetit bekommen. Barbara Abdeni Massaad hat in ihrem Buch „Suppen für Syrien“ 80 Rezepte aus aller Welt zusammengestellt. Der Erlös geht zu 100% an Schams e. V., eine Organisation, die in der Türkei, in Syrien und im Libanon Kinder und Jugendliche unterstützt. Laut Beschreibung kein Buch für die schnelle Küche zwischendurch, aber Lektüre, Vorbereitung und Essen dürften ein Erlebnis der besonderen Art sein. 🙂