Die Tools – Renderforest

Der Reiz an Renderforest:

Man kann aus zahlreichen bereits existierenden Filmen Vorlagen auswählen und diese nach eigenen Vorstellungen überarbeiten.

Mein persönlicher Pluspunkt:

Je nach persönlichem Anspruch lassen sich mit sehr wenig Aufwand durchaus nette Ergebnisse produzieren.

So geht`s:

Man  erstellt einen Account und wählt einen Film als Vorlage.

Das System zeigt automatisch passende Settings, z.B.

  • Mann am Schreibtisch bei einem Telefonat
  • Mann am Schreibtisch, tippend am PC
  • Frau erklärt etwas an einem Flipchart.

Anhand der Geschichte, die du dir bereits im Vorfeld erarbeitet hast, kannst du relativ einfach eine Abfolge deines Wunschfilms erstellen und anschließend – je nach Zahlungsbereitschaft und Bedarf  – in verschiedenen Formaten und Kanälen exportieren und publizieren.

Vorteil:

Jeder, der eine Maus bedienen kann, ist mit Renderforest in der Lage, in ca. 1-3 Stunden einen einfachen Erklärfilm zu erstellen. Wohlgemerkt: Reine Zeit für die Erstellung, also ohne Briefing, Konzept & Texte.

Nachteil:

Ein großer Nachteil liegt für mich in mangelnden Möglichkeiten der Individalisierung.

Jeder kann sich vorstellen, dass bei einem Erklärvideo entscheidend ist, dass (Sprecher)-Texte und Bilder bis auf 0,5 Sekunden genau aufeinander abgestimmt werden.

Die einzelnen Szenen, die man auswählen kann, enthalten bereits eine feststehende Zeit für die Animation – diese beginnt teilweise bei 4 (!) Sekunden nach Szenenwechsel, was je nach Handlung etwas … ermüdend wirken kann.

Unter „Styles“ sind Hintergründe in groben Zügen und Farben sehr gut anpassbar. Allerdings lässt sich der Typ der Animation nicht ändern.

Und diese Feinheiten sind es eben, die im Einzelfall den Unterschied machen zwischen einem Erklärfilm, der das Prädikat „mächtiges Marketing-Instrument“ für sich in Anspruch nimmt, oder eher „netter Versuch“.

Fazit:

Einsteiger, die sich mit dem Thema Erklärvideo beschäftigen möchten und nicht zu detaillierte Vorstellungen haben in Bezug auf Mimik der Charaktere und Übergänge, oder die keine Symbole benötigen, mit denen sehr fachspezifische Themen erklärt werden sollen, können hier in ca. 2 Stunden (ausgenommen Konzept & Text!) ein nettes Ergebnis produzieren.

Die Benutzeroberfläche ist witzig und macht Laune, ist aber für meinen Geschmack etwas zu bunt und lenkt etwas vom eigentlichen Geschehen ab 🙂

Ein wichtiger Punkt, den man fairerweise erwähnen muss:

Mit Renderforest lassen sich nicht nur Erklärvideos erstellen, sondern auch Mockups, Logos, usw. – je nach persönlichem Gusto und Anspruch.