Keine Lust auf Finanzen?

Diese Woche habe ich für eine Online-Kampagne recherchiert, auf welchen Seiten und zu welchen Themen sich ein Angebot platzieren ließe, das sich speziell an Frauen richtet, insbesondere Existenzgründerinnen. Und nun weiß ich  – dank Google – endlich Bescheid. Die Kategorien, an denen Frauen scheinbar am meisten interessiert sind, lauten: Kochen, Sex, Wohnungsdeko und DIY.

Nachdem ich gefühlt Stunden später mental wieder im hier und jetzt bin, nähert sich eine Erklärung: Ich habe geträumt. Ein Blick in den Kalender: Wir schreiben definitiv das Jahr 2018. Holy Shit. 

Über das Medienangebot für Frauen darf ich eigentlich nicht viel sagen -ich lese (fast) alles lieber als klassische Frauenzeitschriften und hatte auch jüngst nicht viel Zeit in Wartezimmern zu überbrücken. Aber ich habe munkeln hören, dass auch das Thema Finanzen in der Frauenwelt bisher nicht wirklich heiß begehrt war.

Interessant scheinbar nur, wenn das Konto überzogen ist. Und wenn der kleine Teufel im Ohr mal wieder das Pfuiwort „Rente“ zuflüstert, vertrösten wir ihn auf morgen.

Irgendwie verständlich. Das Thema Altervorsorge und Anlageberatung mutet ja in etwa so spannend an wie ein Vollkornbrot: Man weiß, der Darm wird es morgen danken, aber lecker geht anders.

Doch jetzt ist Schluss mit Ausreden. Katja Eckardt hat in die Tasten geklopft und ein Buch hervorgebracht, das es im lockeren Plauderton schafft, das Thema Finanzen sexy und lifestyle-fähig zu machen. Und da ja in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist vermutet wird, gibt`s das Ganze in Kombination mit einem Workout.

Und – natürlich – findet frau nicht nur positive Stimmen. Und wenn sich einige Herren und Damen mit einem müden Lächeln abwenden, fallen mir dazu zwei Dinge ein:

1. Aufmerksamkeit ist ein Schlüssel zum Erfolg. Und die erhält, wer provoziert und polarisiert.

2. Das Buch richtet sich offensichtlich vor allem an junge Frauen. Und ihre Zielgruppe erreicht sie zweifelsfrei. Diese Basics aus dem Erstsemester Marketing derart stimmig umzusetzen gelingt nicht jedem Autor. Unabhängig vom Äußeren 🙂

Mein Fazit: Bestanden.Setzen. Eins .

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